Milch ist ein Naturprodukt

Ein Beitrag von Stefanie

Milch ist ein Naturprodukt

Gestern habe ich die Dokumentation "Milch - ein Glaubenskrieg" auf arte gesehen.

Schon nach den ersten Worten war mir klar, dass es hier wieder um Gesundheit gehen wird. Nicht um Ethik.

Eine Stunde war die Dokumentation lang und in dieser ganzen Stunde wurde nicht EIN einziges Kälbchen gezeigt.

Es wurde ein konventioneller Stall mit Milchkühen gezeigt, es wurde gezeigt wie diese Kühe gemolken werden, der Bauer kam zu Wort - aber nicht ein einziges Mal wurde über die Kälbchen gesprochen, das Nebenprodukt der Milchproduktion.

Das macht mich wütend.

Und traurig.

Warum führen wir Debatten über den Wert der Kuhmilch? Warum halten wir so fest an einem Nahrungsmittel, das gar nicht unseres ist?

Warum schauen wir nicht einmal wirklich hin, was da passiert?

Niemand von uns in unserer westlichen Wohlstandsgesellschaft ist heute auf Kuhmilch angewiesen. Keiner braucht den Schokopudding und die Buttermilch zum Überleben.

Es sind die Kälbchen, für die diese Milch wichtig ist.

Jedes Säugetier- ja, auch der Mensch - gibt Milch für sein Baby.

Ohne Baby, keine Milch.

Ja, diese Milch ist wertvoll und sie ist genau abgestimmt auf die Bedürfnisse des eigenen Nachwuchses.

Kuhmilch ist das Grundnahrungsmittel für Kälber.

Kälber, die nur geboren werden, weil wir Menschen uns weigern auf unsere tägliche Portion Milch zu verzichten.

Männliche Kälber, die auch mal einen Unfall kurz nach ihrer Geburt erleiden, weil gerade der Fleischpreis im Keller ist und der Bauer sonst ein Minusgeschäft macht.

Weibliche Kälber, die mit 15 Monaten das erste Mal geschwängert werden, weil wir unseren Kaffee so gerne mit Milchschaum trinken.

Für die Milchkühe und ihre Kälber geht es um Leben und Tod- für uns nur um unseren Geschmack.

Was macht es für einen Sinn ständig über die gesundheitlichen Auswirkungen von Kuhmilch zu streiten, wenn es doch um so viel mehr geht?

Wir kritteln an einem System herum, das an sich falsch und krank ist.

Wir tun so, als wäre Kuhmilch einfach so da. Als würde sie aus dem Euter der Kuh herausfließen und man müsse der Kuh nur gut zureden, dann wäre schon alles in Ordnung.

Als würde eine Kuh die Milch als freundschaftliche Gegenleistung für Kost und Logie geben.

Kühe sind keine Maschinen!

Und da brauchen wir auch gar nicht mit Bio anzufangen- das macht es auch nicht besser.

Das System ist das Problem!

Wir westlichen Wohlstandsmenschen sind schon sehr lange über den Punkt hinaus, dass wir auf Kuhmilch als Nährstofflieferant auch nur im entferntesten angewiesen wären.

Wir halten an all dem nur fest, weil es uns so gut schmeckt.

Und- das ist ja das perfideste an allem- weil uns die Werbung jahrzehntelang eingetrichtert hat, dass Milch gesund und wichtig ist.

It's all about the mortgage

Die Milchwirtschaft ist ein Milliardengeschäft mit einer großen Lobby.

Natürlich halten alle deutschen Wissenschaftler Milch immer noch für das Nonplusultra, natürlich empfiehlt die DGE nach wie vor den Verzehr von Milch und Milchprodukten.

Und alles wird befeuert durch die ständige Werbung. (Die ich im übrigen in meiner Forschung untersuche.)

Die Debatte um die gesundheitlichen Auswirkungen der Kuhmilch erinnert stark an die Kämpfe der Tabakindustrie.

Auch die Tabakindustrie konnte Studien vorweisen, die die Unbedenklichkeit von Tabakkonsum bescheinigten- mit dem kleinen Unterschied, dass die Herstellung von Tabak nicht auf der Nutzung von Säugetieren basiert, sondern auf Pflanzen.

Es ist Zeit auszusteigen!

Warum soll all das Leid, das die Milchindustrie verursacht, weiterexistieren?

Du hast es in der Hand. Kuhmilch ist nicht lebenswichtig für Dich. Du kannst alle Nährstoffe über andere Quellen abdecken.

Wenn es Dir schwer fällt den ersten Schritt zu gehen, lass Dich von meinem kostenlosen E-Mail-Kurs unterstützen.

Für Dich geht es nur um Genuß und Gewohnheit - für die Kälbchen und ihre Mütter um ihr Leben.

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