Meine neuen veganen Jeans

Ein Beitrag von Carsten

Meine neuen veganen Jeans

Ich habe sie nun endlich: meinen ersten beiden neuen veganen Jeans! Yeah!!!

Es hat etwas gedauert, bis ich soweit war mir neue Kleidung zu kaufen. Zum einen, weil ich eh nicht zu den Modebewußten gehöre und mir regelmäßig neue Kleidung zulege. Zum anderen lag es aber auch daran, dass meine Ansprüche an neue Kleidungsstücke mittlerweile andere sind.

Und trotzdem habe ich es geschafft! :) Jetzt liegen sie da:

Blue-Jeans. Eine von Wunderwerk und eine von Patagonia.

Ich kaufe nicht mehr einfach so.

Noch vor ein paar Jahren wäre ich einfach in den nächsten Jeans-Store gegangen und hätte mir passende Jeans gekauft. Ich denke, das kennst Du auch. Die Auswahl an Läden ist ja riesig. Entweder in der Innenstadt oder im Einkaufszentrum. Fündig wirst Du gefühlt an jeder Ecke. Und dann noch der Online-Versandhandel... Die reinste Qual der Wahl.

Jetzt, wo ich seit mehr als 2 Jahren vegan lebe und mich offener hinsichtlich der Konsum- und Produktionsfolgen der von mir gekauften Produkte gebe, liegen meine Ansprüche ganz anders. Damals galt: sieht gut aus, paßt, günstig. Heute muss Kleidung vegan, fair und nachhaltig produziert sein. Idealerweise bekomme ich sie auch noch im lokalen Einzelhandel.

Und schwupps... kann ich 99,9% des Angebots nicht mehr kaufen

Versuch mal mit diesen Ansprüchen in den nächsten Jeans-Store zu gehen. Du dürftest schon sehr schnell allein am Kriterium "vegan" scheitern. Es scheint fast unmöglich eine Jeans ohne Leder-Patch zu finden. Und dann soll sie natürlich noch unter fairen Arbeitsbedingungen und ökologisch-nachhaltig produziert sein. Das sind für die meisten Geschäfte schon unüberwindliche Herausforderungen.

Wenn ich genauer darüber nachdenke, wundere ich mich wirklich, dass bisher kaum ein Kunde diese Ansprüche überhaupt dem Handel gegenüber geltend gemacht hat. Denn "fair" und "nachhaltig" sind ja keine wirklich abwegigen Wünsche. Ganz im Gegenteil, sie sollten doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit darstellen. Kleidungsstücke, die das nicht explizit für sich deklariert haben, stehen doch mindestens im Verdacht unter un-fairen und umweltzerstörenden Bedingungen produziert zu sein.

Und dann immer dieses Leder-Patch. Erst als Veganer ist mir die Frage gekommen, warum das Hestellerlogo und die Jeansmarke unbedingt auf Leder geprägt an der Hose prangen müssen? Dieses kleine Stück kann doch locker gegen andere Stoffe getauscht werden.

Lange überlegt und gezögert

Ich war mir natürlich bewußt, dass der Kauf neuer Jeans ein gewisses Maß an Recherche bedarf. Und damit allein schon deutlich unkomfortabler verlaufen wird, als der Kauf voriger Hosen. Wahrscheinlich habe ich deshalb so lange gezögert und den Neukauf vor mir her geschoben.

So lange, bis meine alten Jeans am Hintern "durch" waren. Die wurden zwar geflickt und können als Feierabend-Schlabberhosen noch ihren Dienst verrichten, aber im Büro haben die nichts mehr zu suchen. Also musste ich mich letztendlich doch bequemen und schauen, ob und wo ich neuen Hosen her bekomme.

Fündig geworden! Hier in Hamburg!

Eine umfangreiche Webrecherche habe ich nicht durchgeführt. Wobei ich einen kleinen Abstecher in den Avocadostore gemacht habe. Letztendlich habe ich mich aber entschieden einen Einkaufsbummel in den lokalen Läden zu machen.

Konzentriert habe ich mich auf das Karo-Viertel und hier als erstes einen Blick in das Vunderland geworfen. Leider habe ich hier nichts für mich Passendes gefunden, wurde aber auf Glore und Langbrett verwiesen. Beide in der gleichen Straßen, nur ein paar Laufmeter entfernt. Und in beiden Läden bin ich fündig geworden ;)

Meine neue Wunderwerk-Jeans fand ich im Glore. Im Langbrett kam dann die Patagonia-Jeans dazu.

Ich freue mich wirklich darüber, dass ich trotz hoher Ansprüche tolle Jeans schon fast direkt vor der Haustür kaufen konnte! :)

Nicht nur, dass ich damit meinen heutigen ethischen Ansprüchen gerecht wurde, nein, ich konnte sogar den lokalen Einzelhandel unterstützen.

In Zukunft werde ich auch bei anderen Kleidungsstücken versuchen zuerst die lokalen Läden aufzusuchen. Man weiß ja nie... ;)

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