Weiße Zähne durch Kokosöl

Ein Beitrag von Carsten

Ölziehen im Praxistest

In diversen Blogs und auch bei YouTube finden sich eine Vielzahl Berichte, die das Ölziehen mit Kokosöl als alternatives Zahn-Bleeching darstellen. Wer hätte das nicht gerne: strahlend weiße Zähne? Noch dazu mit wenig Aufwand.

Kokosöl stand noch bei uns im Schrank. Ölziehen hatte ich vor Jahren schon gemacht. Warum also nicht selbst ausprobieren?

4 Wochen Ölziehen mit Kokosöl

Gedacht, getan. Für einen Zeitraum von 4 Wochen habe ich tägliches Ölziehen mit dem Kokosöl praktiziert. Um es vorweg zu sagen:

Das Ergebnis hat mich nicht überzeugt...

Subjektiv hat sich die Färbung meiner Zähne nicht verändert. Erst beim Auswerten der Fotos habe ich tatsächlich einen objektiven Unterschied wahr genommen.

Fairerweise muss ich dazu sagen, dass ich die Fotos eher nebenbei im Badezimmer gemacht habe. Ohne Tageslicht und ohne gezielte Beleuchtung. Die Unterschiede auf den Fotos können entsprechend auch durch das Fotografieren bei Zimmerbeleuchtung entstanden sein. Vielleicht waren beim Vorher-Foto die Energiesparlampen noch nicht auf voller Leistung. Vielleicht war der Beleuchtungswinkel beim Nachher-Foto einfach einen Tick besser und damit heller.

Im Endeffekt glaube ich nicht, dass ich durch das Ölziehen die Tee- und Kaffee-Verfärbungen auf meinen Zähnen signifikant entfernen konnte.

Ölziehen - ein kleines HowTo

Ich verwendete natives, kaltgepresstes Bio-Kokosöl. Einen guten, gehäuften Teelöffel in den Mund. Das bei Zimmertemperatur feste Öl wird im Mund innerhalb weniger Sekunden flüssig.

Das Öl habe ich dann während des Duschens und Anziehens im Mund hin und her bewegt und dabei immer wieder zwischen den Zähnen hindurch gezogen. Obwohl in den gängigen Beiträgen immer von 20 Minuten Ölziehen gesprochen wird, glaube ich nicht, dass der Vorgang bei mir so lange dauerte. Dafür ist meine Zeit morgens im Bad einfach zu eng bemessen. Es wird bei mir irgendwo zwischen 10 und 15 Minuten gelegen haben. Dafür habe ich das Ölziehen statt 14 Tage für ganze 4 Wochen durchgezogen. Täglich.

Da das Öl - wie oben bereits erwähnt - bei Zimmertemperatur fest wird, lautet die allgemeine Empfehlung: das Öl in ein Tuch (Taschentuch, Toilettenpapier, Stoffserviette) oder in einen festen Behälter spucken und über den den Hausmüll entsorgen. Ich habe mich meiner Bequemlichkeit gebeugt und das Öl ins Waschbecken gespuckt. Anschließend mit viel Heißwasser nachgespült, damit die dünneren Abflußrohe nicht doch irgendwie verstopfen... Nun gut, man mag mich dafür schelten...

Was bringt es denn nun wirklich?

Direkt nach dem Ölziehen fühlte sich der Mundraum schön sauber an. Ein sehr angenehmes Gefühl an das ich mich gewöhnen könnte.

Insgesamt wird dem Ölziehen eine generelle positive Wirkung auf die Gesundheit zugeschrieben. Da es sich um eine alte ayuvedische "Heil"-Methode/Anwendung handelt, gibt es zahlreiche Erfahrungsberichte und mitunter auch diverse Studien zu den gesundheitlichen Aspekten des Ölziehens.

Zwei gesundheitliche Aspekte, die mir wichtig erscheinen:

  • Es stärkt generell das Imunsystem, indem Viren und Bakterien abgetötet und ausgeleitet werden
  • Entsprechend wirkt es gut zur Prävention oder zur Behandlung einer Erkältung

Ja und nun?

Ich kann mir vorstellen, dass Ölziehen zur allgemeinen Stärkung des Imunsystems zeitweise zu praktizieren. Vielleicht im Frühjahr und im Herbst. Als rein präventive Maßnahme zur Erkältungsvorbeugung.

Zudem werde ich es direkt bei der nächsten Erkältung ausprobieren. Meine Neugierde ist groß, ob der gesundheitliche Effekt dann zu spüren ist.

Insgesamt glaube ich jedoch, dass der Effekt des Ölziehen primär sehr subjektiv bewertet werden muss. Die zugänglichen Berichte - egal ob zum Aufhellen der Zähne oder im allgemeinen gesundheitlichen Kontext - klingen alle sehr verlockend und unterstellen generell, dass die gewünschten Effekte auch tatsächlich eintreten.

Probiert es selbst aus. Nur auf diese Art könnt Ihr erfahren, ob die gewünschte Wirkung auch bei Euch eintritt.

Zurück

Kommentare

Schreib einer Kommentar...