Folge 17 - Der Weltmilchtag- historisch betrachtet

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Folge 17 - Der Weltmilchtag- historisch betrachtet

In dieser Folge

  • erfährst Du von den historischen Wurzeln des Weltmilchtags,
  • den Anfängen der "modernen" Milchwirtschaft,
  • von einer ausgestorbenen Berufsgruppe
  • und den Beweggründen für die intensive Bewerbung der Milch.

Der internationale Tag der Milch oder Weltmilchtag wird dieses Jahr am 1. Juni gefeiert. Das war nicht immer so.

Der erste Weltmilchtag fand am 6. Juni 1958 unter dem Motto "Milch = Gesundheit" statt.

Weitere Daten sind z.B. der 18. Mai 1960 mit dem Motto "Milch - unser bestes Getränk" und der 24. Mai 1962.

Im Vordergrund standen die Volksgesundheit und die Förderung der Landwirtschaft- tierrechtliche oder gar ethische Aspekte waren kein Thema.

Nach dem Krieg und den Hungerjahren ging es in erster Linie darum die Gesundheit und Arbeitskraft der Bevölkerung zu steigern.

Die Milch sollte als günstiges und nahrhaftes Volksnahrungsmittel eine Schlüsselrolle spielen.

Links zur Folge

"Milch besser nicht" von Maria Rollinger
www.milchbessernicht.de

Unsere Podcastfolge zu "Milch besser nicht"
http://du-veraenderst-die-welt.de/podcastfolgen/folge-15-buchrezension-milch-besser-nicht-von-maria-rollinger

Der Grüne Plan
https://www.hdg.de/lemo/kapitel/geteiltes-deutschland-gruenderjahre/wirtschaft-und-gesellschaft-im-westen/wandel-der-landwirtschaft.html

Bibliothek der ehemaligen Milchforschungsanstalt in Kiel
https://www.mri.bund.de/de/service/bibliothek/

Weltmilchtag
http://www.tag-der-milch.de/

Sag Nein zu Milch - Kampagne von ARIWA, die Tierbefreier und Nandu
http://sagneinzumilch.de/

Ausgemolken - Milchausstieg selber machen
http://www.ausgemolken.net

Jetzt sind wir neugierig...

Kennst Du Geschichten aus den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, als die Milch noch nicht überall verfügbar war?

Schreib uns gerne einen Kommentar...

Carsten & Stefanie

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Kommentare

Kommentar von Hannah |

Hallo,
Ich habe beim Zuhören darüber nachgedacht, dass die Nachkriegsgeneration ein anderes Verhältnis zu "Gesundheit" als solche hatte. Damals galt als gesund wer nicht dünn war, wer funktioniert hat, wer stark war.
Als Theorie könnte man überlegen, ob die aggressive Werbung für Milch über den Gesundheitsaspekt, auch eine Art für alle zugängliches Heilungsversprechen an eine Generation, die dringend Hoffnung und Kraft brauchte, war.
Außerdem kann man mitbedenken, welche Abwertung von Krankheit (Schwäche) damals bereits bestanden hat und bis heute in so gut wie allen Ernährungs-Lebensstil-Richtungen mitschwingen.
Nichts gegen Menschen, die gesünder leben möchten - aber warum will man denn auf gar keinen Fall jemals ever krank werden oder chronisch krank/behindert sein oder werden? Sicher nicht, weil man als kranke Person genauso viele Rechte und Freiheiten hat wie sogenannt "gesunde".

Viele Grüße!

Antwort von Stefanie

Liebe Hannah,

stimmt, ich bin auch der Meinung, dass die Milchwerbung und die Rolle der Milch im historischen Zusammenhang betrachtet werden muss.

Deine Theorie finde ich interessant, ich werde sie auf jeden Fall mit einbeziehen.

Ja, vielleicht hat das mit dem Krank-Sein auch mit "Anders-Sein" oder aus der Norm fallen zu tun. Oder mit unserer Leistungsgesellschaft. Wer krank ist, leistet nicht genug und ist damit schlechter als jemand der gesund ist und damit auch viel leisten kann.

Vielleicht geht es in die Richtung.

Viele Grüße
Stefanie

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